wait

I‘ll wait

until I meet some one
at the right reflectional pause in our cycles
at the most humble of our seasons.

some one
that matches my energy
in its vastness and its purity,
in its free will.

some one
that can never go past his authenticity,
that shows up for himself
and speaks up for the world.

some one
that is kind to the roots of his soul,
that is caring to the center of his bones
and gentle at the source of his thoughts.

some one,
who appreciates a deepest blue depth
and the silence of perfect presence.

some one,
with whom being two-gether
doesn‘t sound like a hypocritical mouthful
or a stoneheavy burden.

some one,
where dancing in each others arms
never means to move out of sync with time
or out of this frame that we‘ve painted with white color on canvas.

some one,
with whom it’s easy two be two,
flowstating together,
finding that unison
that never feels
like we are one.

xxj

Verlust

Satt.
Nicht satt von Liebe,
leergefressen von Liebe.
Aber sie ist es satt,
hungrig danach zu sein,
geliebt zu werden.

Wert.
Keine dieser Sekunden ist es wert,
ihr so teuer zu sein.
Wie wertlos gesprochene Worte sind,
wenn sie niemand schätzt,
oder zu schätzen weiss.

Frieden.
Im friedlichen Einklang mit sich selbst,
auch wenns sie von der Welt wohl unbefriedigt bleibt.
Wer ist zweifelsfrei zufrieden?
Für solche Spässe hat es hier keinen Platz,
oder für Fairness, oder für einen freien Kampf.

Da.
Wo alle sind.
Da spürt sie die greifbare Leere am meisten.
Und da sprechen sie alle im Kanon
und andauernd aneinander vorbei,
dabei ist es doch gar nicht so komplett unmöglich,
ehrlich füreinander da zu sein.

Verloren.
Weil der knausrige Kontrollverlust sie zerfrisst.
Und weil die Zuneigung, die sie nicht bekommt,
eh nie gleich erwidert wird.
Weil sie anderen wertfrei egal ist
und darüber noch nicht einmal streiten mag.
Unbestritten ist ihr Dasein
als Bestandteil des unvollkommenen Ganzen
und ihr Unglauben über das,
was hier im fortschreitenden Zeitablaufen
ohne Anzeichen von Verlustängsten passiert.

xxj

Hier

I am my home
and it is, what it is.

Ich bin mein Zuhause.
Und es ist, tja…
es ist, wie es ist.

xxj

[Wort zum Leben.]

How I unloved you

by The wandering Paddy

I did not unlove you
over night.
I unloved you in bits of pieces
over time.

I grew a new skin
that you could never touch.
A new heart
that you could never break.
And a new soul
that you could never corrupt.

This is how I unloved you.
Slowly.
Painfully.
But with no regrets.

[not my words. but my words.]

Gedankenverloren

Fred again…– Piano live
und: – I’ve been lost
und: 
– hear your name

 

In meiner andauernden Imagination
fliegst du gerade über formlose Wolken
und unter der glimmenden Sonne,
lachst so unbeschwert wie nie zuvor,
was ein naiver Trugschluss deines grossen Herzens ist,
denn dein wahrstes Lachen braucht keinen Höhenflug,
sondern wächst aus der Tiefe und hat Substanz.
Das Glück, das nachklingt und richtig ist,
das schwebt dir nicht nach ein paar Stunden davon.
Hinterlässt dich weder teilnahmslos, noch unbekümmert,
noch fremdartig auf dein Minimum reduziert
für die nächsten quälend düsteren 48 Stunden.
Du weisst gar nicht, wie schwer es mich macht,
genau zu wissen,
dass du vor lauter Höhe,
den Boden nicht mehr unter dir siehst.

In meiner immer wiederkehrenden Imagination
bin ich erschüttert von dir.
Wir liegen verblendet Seite an Seite
in einer weit entfernten Menschenmasse,
ohne dass sich unsere Haut berührt.
Ich spüre diese klaren Linien zwischen uns
ganz deutlich
und sehe ihnen zu, wie sie verblassen.
Du bist ein fremder Bekannter.
Zwischen dir und mir
gibt’s diese unerträgliche magnetische Anziehung.
Elektrizität, die von einer nimmermüden Energiequelle schöpft
und die meinen Körper erbeben lässt.
Als du mich anschautest mit deinen beruhigenden Augen,
die mir viel zu bekannt vorkamen,
und sich unsere Gesichter
Zentimeter für Zentimeter
näher kamen,
da war es mir plötzlich egal,
dass es spürbar überhaupt keinen Platz für mich gibt,
in deinem Jetzt
und in dieser Situation.
Wenn du die Dinge geordnet hast,
dann fehle ich,
weil ich, wie immer,
den Rahmen sprenge.

Ab und zu in meiner Imagination
wendet sich das Blatt.
Und jetzt wirfst Du morgens um 7 Uhr,
völlig abwesend
und doch mit einer solch präsenten Wut,
Möbel vom Balkon in den
vor Friedlichkeit und Stille summenden Innenhof,
etwa so, wie meine Nachbarn es tun,
wenn sie sich an die Nacht verlieren.
Die beängstigende Düsternis,
die in diesen Räumen zu platzen droht,
an diese wagt sich niemand ran,
obwohl sie in ihrer Physis bis in alle Stockwerke
und unter meine Laken
kriecht.

Ganz plötzlich in meiner Imagination
finde ich deine emotionale Unverfügbarkeit spannend.
Wie ein Labyrinth, das ich unermüdlich durchschreite,
oder ein Rätsel, dessen Lösung ich weiterhin zu finden versuche.
Ich glaube es gab mal einen kurzen Augenblick,
wo du dir in die Karten schauen liessest.
Du ewiger Gewinner.
Da warst du so anmutig wie noch nie.
Doch ich verstehe weder dein Spiel,
noch deine verstrickte Art zu spielen.
Auch auf deine unerwartete Unsicherheit kann sich mein Kopf
keinen erdenklichen Reim machen.
Auch nahe bei dir, ist man dir trotzdem
kilometerweit entfernt.
Deshalb kann es auch sein,
dass tonnenschwere,
risslose Granitmauern,
für jemanden wie mich,
einem Menschen mit
ziemlich unebenen,
gläsernen Grenzen,
irgendwann in ihrer Undurchschaubarkeit
zu eintönig werden.

Und immer seltener in meiner Imagination
sehe ich, wie wir vor dem sonnenuntergangsfarbenen Feuerflackern liegen.
Ich in deinen warmen Armen,
Seelen ineinander verschmolzen,
im gleichen Rhythmus atmend,
beide endlich zuhause angekommen.
Die Aussenwelt bewusst ausgeschlossen,
unsere Probleme vergraben unter Schutt und Asche.
Und du erzählst mir von deiner Wahrheit
und all dem Schmerz, den du mit dir rumschleppst.
Und wir würden uns versprechen,
dass dieser viel zu schnell verstreichende Moment
bis in die Unendlichkeit anhält
und grösser ist als alle Sterne im Universum zusammengezählt.
Wir würden uns Hypothetisches versprechen,
das wir eigentlich echt einhalten wollen,
und wir würden sagen,
dass wir uns selber und dem anderen gegenüber
ehrenhaft treu bleiben,
bis zu dem Moment,
wo du aufstehst
und ich dir dabei zusehe,
wie du durch die Tür hinaus gehst
und sie hinter dir verschliesst.

xxj

Blurred lines

blurred lines.
cause on some days
you don‘t want to look closely,
or you don‘t want to be seen,
but chances are you‘re missing something,
the details in the melodiousness of her voice,
or the warm glistening in her eyes
when she looks at you,
you might miss out on the tiny bits of her soul,
that she pours into her sentences,
or the stories she tells you,
when she pauses in silence.
you might miss to notice the pure good
that she wants to give you,
or mistake her soothing touch as unintentional,
although it just brought you home.
you might miss that she is ready to be discovered,
that the thunderstorm in her heart has passed
for a few minutes
to leave a gentle morning dew.
chances are, you would have
and could have grasped her.

but you missed the moment
and you missed the spark.

– xxj

 

https://www.instagram.com/p/CgrcqsMo5R3/

Ende

Du sagtest, ich sei selbst daran schuld.
Selbst daran schuld, dass du so mit mir umgehst.
Dass ich dir nichts wert bin.

Du hast recht.

downfall

and after a while,
although it’s hard to admit,
I became your enemy.
and although you are the best at turning things around,
at a certain point there was no turning back anymore.
You mistreated,
I waited.
you wouldn’t treat me the way I hoped you would
and you wouldn’t treat me the way I deserved.
and you stopped trying.
and you stopped caring.
I will not fight against your demons.
I will not fight against those things you cannot keep your hands from.
how often did you ask me to join you in this abyss?
you can never stop.
it’s a battle I can only lose.
how come
as the strongest man I know,
you are not stronger than that?

xj

Stories from the shore

ocean sounds embracing my heart,
the wind playing with strands of my hair,
deep sunset-feels in the air,
warmth from the outside seeping in,
until my body temperature merges with the present,
and finally, I am blending in.
Into the world.

xxj

Wolf

Nachts bricht er auf,
auf in die Jagd.
Er wäre gern im Rudel,
doch heute ist er allein.
Er ist nicht jedes Mal erfolgreich,
aber jedes Mal ist es eine Tortur,
dieser Gang durch die Gedankenräume,
dieser reisserische Lauf.
Das Knurren höre ich manchmal bis hinein
in meine Träume,
wo nichts schlimmes passiert,
ausser dass ich Züge beobachte,
die unbestigen von mir davonfahren.
Schweissgebadet kehrt er zurück
von seinen schändlichen Taten.
Er tat, was er tun musste.
Man erahnt es nicht,
aber man spürt es,
wenn man davon weiss.
Tagsüber sieht er harmlos aus.
Da schlummert es in ihm,
direkt unter der weichen Oberfläche.
So dick ist diese Haut gar nicht.
Sie ist rau,
hart vom Leben mitgenommen
und der Schmerz des Unbehaglichen,
er zeichnet sich ab
in tiefen Linien,
direkt neben denen,
die von Leichtigkeit und Freiheit stammen.
Dieser Schmerz, er kommt nicht von mir,
aber das geht vergessen,
wenn die Augen bedrohlich zu funkeln beginnen.
Jetzt schwärzt sich die Stimmfarbe,
die Form des Gesichtes zerfällt,
sattes rot,
nichts hält diese Wucht mehr auf,
keine harte Grenze,
keine standhafte Liebe.
Ich habe es geweckt, das Biest.
Denn ich fühlte mich allein,
alleingelassen in der Zweisamkeit.
Die Welt hat mich schon lange mitgerissen
und ich habe mich noch lange nach ihm umgeschaut.
Von innen aufgefressen,
eine leere Hülle auf der Suche nach Sinn.
Ich kann keine Schuld mehr annehmen,
von all der Schuld, die er schon auf sich geladen hat.
Und doch stehe ich da,
Angesicht zu Angesicht.
Ich musste lernen,
mich gross zu machen,
mir ein dickes Fell wachsen zu lassen.
Ich musste lernen, lauter zu knurren,
obwohl ich mich lieber verkrieche,
oder still herabfalle, wie Laub von den Bäumen.
Er hechtet nach seiner Beute,
doch sie ist selber zum Raubtier geworden
und lechzt ihre Zähne.
Mit Wucht prallen sie aufeinander.
Ein endloser Kampf,
bei dem es keinen Gewinner geben kann.
Und die Wunden reichen tiefer.
In der Schmerzhaftigkeit,
in der Unerträglichkeit,
weckt sie den Räuber immer häufiger.
Manchmal bleibt er wach
und begegnet ihr auch am Tag.
Unterschwellig,
versteckt hinter scheinheiligen Worten
und grossen Versprechen.
Es gibt keinen Ausweg,
nur die Konfrontation.
Wenn sie sich nicht zähmen,
dann zerfetzten sie sich,
hauchen dem anderen das Leben aus,
fressen sich gegenseitig auf.
Vielleicht wartet sie nur darauf,
dass er zum letzten Mal ausholt.

xxj
[ἄλφα]