Kummer

SWIM – Better Now

Was mich zerrüttet,
ist der Anblick von zerbrochenem Gestein
das in klares, wildes Gewässer stürzt.
Hartes Aufprallen auf weichem Fluss.
Mein Herz,
es glüht.

Ihr hättet beide die Umarmung der Welt verdient
und doch seid ihr am äusseren Rand der Lebensfreude gelandet.
Es ist ein hoffnungslos fortwährendes Bestreben,
sinnvoll verstehen zu wollen.
Währenddessen häufen sich emotionsschwere Erinnerungsschnipsel,
von denen ich mich nicht so leicht wieder fortreissen kann.

Beim seltenen Wiedersehen gerate ich in eine hartnäckige Sprachlosigkeit,
die in der Mitte meines Wesens ihre Wurzeln schlägt
und sich festbeisst wie altes Polareis.
Es geht für mich nicht auf,
dass sich in anderen Augen die Realität, ohne Tageslicht,
zerkrümelt und zermürbt, zeigt.

Und dass die unbeirrte Zeit
einen anderen Lauf nimmt,
als bei mir.
Dass sie früher abläuft
oder schneller fortschreitet,
so genau kann ich es nicht sagen.

Im von Weltschmerz bekümmerten Blick
legten sich die kargen Winterbäume und der freie Himmel nieder.
Ich sah in diesem Trübnis die Fragen, die nie richtig gestellt werden,
und das Niedergeschlagene,
das dort im Innern sitzt und schlummert
und mir stur den Rücken zudreht.

Ich kenne das zähe Zehren und den bitteren Schmerz,
die gebrochene Stimme eines bestürzten Herzens.
Ich kann es von allen Seiten her beschreiben.
Es bringt mir nichts.
Ausser, dass es mich in Mitleidenschaft zieht
und daran erinnert, dass mein treues Vertrauen ins Gute verraten wird.

Ich wünsche mir für euch
sanftmütigere Gedanken
und einen gewaltigeren Zukunftsdrang.
Willen,
zu handeln.
Und zu formen, was felsenfest ist.

Dass ihr den Tatsachen das Gegenteil beweist
und alles mögliche Glück
aus der Gegenwart herauskitzelt
bis ihr euch satt, oder sogar erschlagen, fühlt
von der Fülle aller ausgelebten Träume.
Ja, euch würde ich es gönnen.

Und wie.

xxj

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