Der Mann und das Meer

Du sitzt da.
Deine rauen Hände unruhig,
Dein Blick blitzt hin und her.
Ruht kurz auf mir,
 dann ist er wieder weg.
Du bist von innen nach aussen gekehrt
und doch verschlossen.
Ich sehe es, 
das Etwas in Dir,
das Unruhe stiftet.
Das Dich aufwühlt,
es ist unbändig und grau.
Ich kann Dich mit meiner Wärme gerade nicht
erreichen.
Oder meiner täuschend echten Ruhe.
Weil Du eine Mauer baust,
eine aus Glas.
Nussbaum wäre Dir lieber,
aber Du befindest Dich nun auf
unbekannten Wegen.
Diese Zerbrechlichkeit an Dir
habe ich nur selten zu Gesicht bekommen.
Fast unmerklich bebt
eine Mischung aus Sorge und Trauer
in Deiner Stimme mit
und auch im Stillschweigen zwischen uns.
Ich fühle sie,
weil ich Dich mit meinem Herzen
spüre.
Wie immer spielst Du das scheiternde Versteckspiel
und ich begebe mich auf eine Suche nach dem
Unauffindbaren.

Du brauchst nicht so stürmisch
und auch nicht so betrübt zu sein,
nicht so kurz vor dem tosenden Bruch,
denn ich bleibe in meiner Klarheit
und in meinen tiefblauen Gedanken an Dich,
immer bei Dir.

xxj

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