Dear Darling

Kolton Moore – Mine all mine

Du sagtest zu mir, ich solle doch mal von Schönem schreiben.

Ich könnte davon schreiben,
wie warm sich Deine Haut anfühlt,
wenn meine kalten Finger und Zehen sie berühren.
Wie sich diese sanfte Wärme dann ausweitet,
in mich hineinsinkt,
mit meinem Blut fliesst,
und Felder von blühenden Blumen hinterlässt.
Die Wärme, sie pocht mit meinem Puls.
Es sind langsame, behutsame Stubser,
die mich aufwecken und ruhig werden lassen,
beides zugleich.
Wohltuend.
Dann zieht es mich wie selbstverständlich an Dich heran,
mein Mittelpunkt verschiebt sich.
Ich suche nach Deiner ganzen Nähe.
Ich muss dort hin, wo ich mich verkriechen kann,
weg von Verantwortung und dem Leben,
nichts sehen,
nichts hören,
ausser Dich.

Und dann könnte ich davon erzählen,
wie ich von hier aus zu deinem Gesicht schaue,
wie um mich zu vergewissern,
dass es Du bist,
dass Du noch da bist.
Der Anblick befriedigt mich,
Du.
Wenn ich Dich ansehe,
sehe ich unsere ganze Zeit vor mir,
und dass wir beide immer noch hier sind.
Keiner von uns ist davon gelaufen.
Ich sehe jemanden, den ich kenne.
Ich kenne Deine alten Sommersprossen und Deine neuen.
Ich sehe wie Du älter geworden bist
und darin sehe ich auch,
wie ich älter geworden bin.
Wie unsere Liebe älter geworden ist.
Trotz der Narben,
trotz der Unruhe
schöner.

Ich könnte Dir sagen,
dass ich dann versuche,
mir dieses Bild einzuprägen,
und dieses Gefühl, bei Dir zu sein.
Eingehüllt in Deiner Wärme.
Hier gehöre ich hin.
Mein Zuhause.
Mein sicherer Hafen.
Mein Rückzugsort.
Ich bin mir nie sicherer als jetzt.
Ich horche Deinem Atem, Deiner Stimme.
In diesem Moment könntest Du mir die Welt erzählen,
oder einfach nichts.

Ich könnte Dir beschreiben,
wie ich das Wort Geborgenheit definiere.
Nämlich als Balance,
als lauwarmes fliessendes Wasser,
als den Ton einer Klangschale, der unentwegt weiterschwingt,
als weisse Taube, die in die Unendlichkeit fliegt
und als sanftes Streicheln über den Kopf,
als anlehnen der Stirn an die Stirn von jemand anderem,
als lange feste Umarmung des Herzens.
Eine Berührung, die man noch
lange
danach spürt, wenn sie nicht mehr anhält.

Ich könnte Dir zuflüstern:
dass ich Dich liebe.
Es gibt verschiedene Wege,
aber gerade jetzt sind wir hier,
zusammen,
und ich glaube, das ist gut.
Ich könnte dir versuchen wollen zu beschreiben,
wie sich diese Liebe zu Dir anfühlt.
Und dann müsste ich Inne halten.
Weil mir die Worte dazu fehlen.
Und zuerst würdest Du die Stirn runzeln,
aber dann lächelst Du,
weil Du weisst,
was ich meine.

xx jana

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